Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik

Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik

Herzlich Willkommen

auf der Website der Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik

Die Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik bildet mit Ihren vielseitigen Studiengängen einen leistungsfähigen Schwerpunkt für eine praxisnahe Ingenieurausbildung. Zu den Forschungsschwerpunkten der Fakultät zählen u.a. Biomedizinische Technik, Energie- und Strömungstechnik, Maritime Systeme, Produktionstechnik, Mechatronik und Antriebstechnik sowie Angewandte Mechanik und Werkstofftechnik.

Projekte gefördert durch die

Jedes Jahr findet im Monat Mai der Hochschulinformationstag statt. Dort können Sie sich ganz allgemein über die Universität Rostock, das Studienangebot und die Studienorganisation informieren. Die Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik sowie die Fachschaft informieren und beraten Sie gerne. Es gibt spannende Schauvorlesungen und Besichtigungen unserer Labore und Forschungsgebäude. Professoren, Fachstudienberater und Studierende freuen sich auf Ihren Besuch!!

Aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen müssen wir leider unser Angebot ändern. Wir haben alle für Sie interessanten Informationen rund um das Studium an unserer Fakultät hier für Sie zusammengetragen. 
Höhepunkt wir ein Live-Event am 2. Juni 2020 sein.

Aktuelles

Nachhaltigkeitsfonds der Universität Rostock unterstützt Forschungsprojekt EcoBilge

Prototyp von EcoBilge (Foto: Lehrstuhl für Schiffbau).

Der Nachhaltigkeitsfonds der Universität Rostock unterstützt Initiativen von Mitgliedern und Angehörigen der Universität, die zu einem nachhaltigen – ökologisch, ökonomisch, sozial und kulturell tragfähigen – Universitätsbetrieb beitragen. Zu den ausgewählten Projekten gehört EcoBilge am Lehrstuhl für Schiffbau. Das Forschungsprojekt widmet sich einer bislang wenig sichtbaren Umweltbelastung in der Schifffahrt: der Einleitung ölhaltigen Bilgenwassers in Gewässer.

Hintergrund des Projekts ist ein bislang wenig sichtbares Umweltproblem: Schätzungen zufolge werden jährlich bis zu 2,3 Billionen Liter Wasser durch ölhaltiges Bilgewasser belastet. Insbesondere in der Freizeit- und Kleinschifffahrt fehlen bislang praktikable, wirtschaftliche und umweltfreundliche Lösungen zur bordeigenen Bilgenentölung. Gleichzeitig sind automatische Bilgepumpen essenzieller Bestandteil moderner Schiffe und leiten Bilgewasser regelmäßig aus dem Schiffsrumpf ab, um Sicherheit und Stabilität zu gewährleisten. Enthält dieses Wasser Ölreste aus dem unvermeidlichen Motorverschleiß, entsteht unbeabsichtigt illegales Bilge Dumping.

EcoBilge verfolgt daher einen präventiven Ansatz: Öl soll bereits an Bord vom Bilgewasser getrennt und in einem separaten Behälter gesammelt werden, bevor das verbleibende Wasser ins Gewässer gelangt. Die Technologie basiert auf einer seegangsunabhängigen Schwerkrafttrennung mit interner Wirbelbewegung und Abdichtung. Das zugrunde liegende Prinzip wird seit Jahrzehnten erfolgreich in einem verwandten maritimen Kontext eingesetzt. Ein erster Prototyp wurde bereits 2017 in Brasilien vorgestellt und im Rahmen des UN-Umweltschutzwettbewerbs Big2050 ausgezeichnet.

 

Forschung aus unterschiedlichen Perspektiven

Am Lehrstuhl für Schiffbau konzentrieren sich die wissenschaftlichen Arbeiten unter anderem auf vier Bereiche:

Technik & Strömungsmechanik
Entwicklung eines transparenten Versuchssystems zur Visualisierung der Fluidströmungen im Abscheider sowie experimentelle Untersuchungen zu Effizienz, Ölviskosität, Salzgehalt, Temperatur und Durchflussverhalten. Die Ergebnisse dienen der technischen Optimierung des bestehenden Prototyps.

Regulatorik & Recht
Systematische Analyse deutscher, europäischer und internationaler Rechtsgrundlagen zur Bilgewasserentsorgung in Binnen- und Seeschifffahrt. Untersucht wird unter anderem die Hypothese, dass bestehende regulatorische Strukturen unbeabsichtigtes Bilge Dumping begünstigen könnten.

Gewässerbiologie & Umweltmonitoring
Auswertung nationaler und internationaler Wasserqualitätsdatenbanken sowie geplante Gewässerproben aus Hafenbecken in Mecklenburg-Vorpommern zur Untersuchung möglicher bilgedumpingbedingter Belastungen.

Markt- & Innovationsforschung
Analyse bestehender Bilgenentölungslösungen hinsichtlich Kosten, Effizienz, Nutzerfreundlichkeit und Umweltwirkung sowie Untersuchung des Marktpotenzials für bordeigene Systeme, beispielsweise im Bereich Offshore-Windkraft und Yachtbau.
Mit EcoBilge soll nicht nur die technische Machbarkeit einer kostengünstigen und ressourcenschonenden Bilgenentölung nachgewiesen werden. Das Projekt versteht sich zugleich als Beitrag zu nachhaltiger Schifffahrt, Gewässerschutz und praxisnaher Umweltinnovation im maritimen Sektor.
 

Seit Dezember 2025 wird das Projekt für 24 Monate durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert. Die Forschung verbindet Grundlagen- und angewandte Forschung an der Schnittstelle von Schiffstechnik, Umweltwissenschaften, Gesetzgebung und Marktanalyse.

Weitere Informationen: Projektseite von EcoBilge


Kontakt:
Dr. Josephine Schaumburg
Projektleitung EcoBilge
Universität Rostock
Lehrstuhl für Schiffbau
Tel.: +49 381 498-9275
j.schaumburguni-rostockde